Schlumberger Weingarten Sonnenuntergang

Wissenswertes zu Schaumwein und Sekt allgemein

 

 

    Was ist der Unterschied zwischen Sekt / Prosecco / Champagner / Frizzante?

    „Sekt“ ist ein Schaumwein, der gesetzlich mindestens 3 bar Druck aufweisen muss, um diese Bezeichnung tragen zu dürfen. Innerhalb der Kategorie gibt es verschiedene Herstellmethoden, welche über die Qualität des Endproduktes entscheiden. So haben jene Sekte, die nach der Méthode Traditionnelle – nach der traditionellen Flaschengärmethode – hergestellt sind, meist 5-6 bar Druck. Als Orientierung dient dem Konsumenten die 2017 eingeführte Qualitätspyramide für österreichischen Sekt.

    Schlumberger Sekt wird ausschließlich nach der Méthode Traditionnelle, rein aus österreichischen Trauben, hergestellt.

    „Prosecco“ ist ein Gebiet geschützten Ursprungs. Nur jene Produkte dürfen als Prosecco bezeichnet werden, die aus der Region im nördlichen Italien kommen. Früher war Prosecco eine Rebsortenbezeichnung, die mittlerweile aber in „Glera“ umbenannt worden ist.

    „Champagner“ ist in erster Linie auch eine Herkunftsbezeichnung. Der Name „Champagner“ darf nur für Produkte verwendet werden, für die die Trauben in der Champagne heranwachsen und diese auch in der Champagne verarbeitet werden. Verwendete Rebsorten für Champagner: Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Ein Champagner muss nach der Méthode Traditionnelle hergestellt werden und gesetzlich mindestens 12 Monate auf der Hefe liegen.

    „Frizzante“ ist die italienische Bezeichnung für Perlwein (bis 2,5 bar Druck). Ein Sekt muss gesetzlich mindestens 3 bar haben, um die Bezeichnung „Sekt“ tragen zu dürfen. (Zumeist haben die Produkte – v.a. jene mit traditioneller Flaschengärmethode – durchschnittlich 5-6 bar). Frizzante werden oftmals auch mit künstlich zugeführter Kohlensäure hergestellt.

     

    Was bedeuten die Angaben wie "brut" oder "secco"?

     

    Die Begriffe bezeichnen die Kategorien der unterschiedlichen Dosage-Mengen und des Restzuckergehalts im Produkt, welcher europaweit weinrechtlich geregelt ist Für Wein und Sekt gelten dabei unterschiedliche Bestimmungen – trockener Wein entspricht eher einem Sekt im Brut als im Trocken Bereich.

    Geschmacksrichtungen sind bei Schaumwein darüber hinaus breiter gefächert:

    • zero dosage, brut nature: unter 3g/l
    • extra herb, extra brut, extra bruto: 3-6g/l
    • herb, brut, bruto: unter 12g/l
    • extra trocken, extra dry, extra secco: 12-17g/l
    • trocken, sec, secco, asciutto, dry, secco: 17-32g/l
    • halbtrocken, demi sec, abboccato, medium dry, semi sec: zwischen 32-50g/l
    • mild, doux, dolce, sweet, dulce: über 50g/l

     

    Wie wird Sekt am Besten gelagert

     

    Für die richtige Lagerung von Sektflaschen gilt: stehend, trocken, kühl und lichtgeschützt. Falls der Sekt nicht lichtgeschützt gelagert wird, besteht die Gefahr bei längerem Lichteinfluss einen sogenannten unangenehmen „Lichtgeschmack“ zu bekommen.

    Im Unterschied zu Wein soll Sekt stehend gelagert werden. Da der Naturkorken für den Sekt aus einem Presskorken sowie zwei Naturkorkscheiben besteht, hat dieser eine andere Beschaffenheit als der Weinkork. Der Sektkorken benötigt keine Befeuchtung (durch liegende Lagerung), da der gepresste Kork ohnedies luftdicht abschließt.

     

    Gibt es ein Haltbarkeitsdatum bei Sekt?

     

    Bei optimaler Lagerung (kühl, lichtgeschützt und stehend) eine Genusstauglichkeit bei 0,75L Flaschen von 2,5 - 3 Jahren, bei Flaschen in einer Größe von 3L ungefähr 4 - 5 Jahre ohne Qualitätsverlust.  

    Darüber hinaus kommt es – wie bei allen am Markt erhältlichen Sekt Sorten und Champagnern - zu einem Alterungs-Reifeprozess. (Dies kann eine geschmackliche Beeinflussung, Trübung/Verfärbung, sowie zum Verlust der Kohlensäure des Sektes führen). Die entstehende Altersfirne ist ein natürlicher Alterungsprozess und NICHT gesundheitsschädigend. Daher hat Sekt wie auch Wein kein Ablaufdatum.

    Generell gilt bei Sekt, dass die Lagerung beim Hersteller auf der Hefe erfolgt und ein Sekt nach der Auslieferung mit Lagerung nicht mehr besser wird.

    Entscheidend für die zeitliche Dauer der Qualität eines prickelnden Produktes beim Endkonsumenten ist der Zeitpunkt des Degorgierens. Achtung! Die Jahrgangsangabe auf Sekt- und Champagnerflaschen bezeichnen den Erntejahrgang, nicht allerdings den Zeitpunkt des Degorgierens.

     

    Die optimale Kühlung

     

    Als Trinktemperatur empfehlen wir 5-7°C bei weißem Sekt und 6-8°C bei Rosé Sekt. Erst bei richtiger Trinktemperatur kommt der Geschmack des Sektes voll zur Geltung. Wenn der Sekt zu kalt getrunken wird, ist er oft „verschlossen“. Ist der Sekt hingegen zu warm, erscheint er „schwerer“, und daher weniger lebhaft bzw. erfrischend.

    Für einen optimalen Trinkgenuss wird die Flasche mindestens 12 Stunden lang im Kühlschrank gekühlt. Die so vorgekühlte Flasche vor dem geplanten Genuss idealerweise eine halbe Stunde lang in einen mit Eiswürfeln und Wasser gefüllten Sektkühler stellen. Achtung! Kühlen in der Tiefkühltruhe ist zu vermeiden („Schock-Kühlung“).

     

    Gibt es bei Schlumberger histaminfreien/-armen Sekt?

     

    Es gibt kein Sektprodukt, das komplett histaminfrei ist. In jedem Sekt sind zumindest Spuren von Histamin zu finden, die auf natürliche Weise im Zuge des Reifungsprozesses entstehen.

    Durch laufende Qualitätskontrollen und ein besonders hohes Maß an Hygiene entlang des gesamten Produktionsprozesses ist es möglich, den Histamin-Gehalt bei der Herstellung von Sekt so gering wie möglich zu halten.

    Schlumberger ist es gelungen, die international angewandte „Méthode Traditionnelle“ nach intensiver Forschung sowie jahrelanger Erfahrung zu perfektionieren und in den „sensiblen“ Bereichen wesentlich zu verfeinern. Folgende Kriterien sind dabei ein wesentlicher Schlüssel:

    • Die ausschließliche Verwendung hochwertigster, unverletzter Trauben und exzellente Grundweine für die Sektproduktion
    • Die Verwendung einer speziell entwickelten und eigens im Keller selektionierten Hefe
    • Laufende strenge Qualitätskontrollen und höchste Hygienestandards im gesamten Produktionsprozess

    Darüber hinaus beeinflussen auch die Traubensorte und die Reifezeit den Histamin-Gehalt. Sekt aus weißen Trauben bzw. mit kürzerer Lagerzeit auf der Hefe (Klassik) weist geringere Histamin-Werte auf als Sekt aus blauen Trauben bzw. mit einer längeren Reifung (Reserve und Große Reserve).

    Folgende Sorten haben einen Histamingehalt von <0,1mg/l:

    • Sparkling
    • White Secco
    • Gold Secco

     

    Manche Schlumberger Flaschen tragen eine Jahrgangsbezeichnung, zB. Sparkling 2012. Was bedeutet diese?

     

    Die Jahreszahl auf Schlumberger Flaschen steht für den Erntejahrgang der Grundweine. Sie bedeutet, dass die Trauben in diesem Jahrgang geerntet wurden und ist ein klares Qualitätsmerkmal.

    Nach der Ernte reift die Cuvée – je nach Produktsorte – noch 2 bis 3 Jahre auf der Hefe um den vollen Geschmack zu entfalten.

    Die Jahreszahl ist somit nicht mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zu verwechseln.

    Wissenswertes zur Sektherstellung von Schlumberger

    Warum wird Schlumberger nicht mehr als Champagner bezeichnet? Hat sich bei der Herstellungsmethode etwas geändert?
    Was bedeutet die die Bezeichnung „Österreichischer Sekt“ auf den Etiketten von Schlumberger?
    Wie lange dauert die Herstellung nach der Méthode Traditionnelle?
    Woran erkennt man das Alter des Sekts bzw. wann die Flasche degorgiert wurde?
    In welcher Gebindegröße wird Schlumberger produziert?
    Welche Hefe wird für die Herstellung der Schlumberger Produkte verwendet?