Wissenswertes zu Sekt allgemein

Was ist der Unterschied zwischen Prosecco/Champagner/Frizzante?

„Prosecco“ ist ein Gebiet geschützten Ursprungs. Nur jene Produkte dürfen als Prosecco bezeichnet werden, die aus der Region im nördlichen Italien kommen. Früher war Prosecco eine Rebsortenbezeichnung, die mittlerweile aber in „Glera“ umbenannt worden ist.

„Frizzante“ ist die italienische Bezeichnung für Perlwein (bis 2,5 bar Druck). Ein Sekt muss gesetzlich mindestens 3 bar haben, um die Bezeichnung „Sekt“ tragen zu dürfen. (Zumeist haben die Produkte – v.a. jene mit traditioneller Flaschengärmethode – durchschnittlich 5-6 bar). Frizzante werden oftmals auch mit künstlich zugeführter Kohlensäure hergestellt.

„Champagner“ ist in erster Linie auch eine Herkunftsbezeichnung. Der Name „Champagner“ darf nur für Produkte verwendet werden, für die die Trauben in der Champagne heranwachsen und diese auch in der Champagne verarbeitet werden. Verwendete Rebsorten für Champagner: Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier (nur etwa 5% der Rebfläche in der Champagne). Ein Champagner muss ebenfalls nach der Méthode Traditionnelle hergestellt werden und gesetzlich mindestens 12 Monate auf der Hefe liegen.

Was bedeuten die Angaben wie "brut" oder "secco"?

Die Begriffe bezeichnen die Kategorien der unterschiedlichen Dosage-Mengen, welche wiederum europaweit weinrechtlich geregelt sind. (3g/l Toleranz in der Etikettierung zulässig).

 

naturherb, brut nature unter 3g/l
extra herb, extra brut, extra bruto zwischen 0-6g/l
herb, brut, bruto unter 12g/l
extra trocken, extra dry, extra secco zwischen 12-17g/l
trocken, sec, secco, asciutto, dry, secco zwischen 17-32g/l
halbtrocken, demi sec, abboccato, medium dry, semi sec zwischen 32-50g/l
mild, doux, dolce, sweet, dulce über 50g/l

Gibt es ein Haltbarkeitsdatum für Sekt?

Wir garantieren bei optimaler Lagerung (kühl, lichtgeschützt und stehend) eine Genusstauglichkeit bei 0,75L Flaschen von 2,5 - 3 Jahren, bei Flaschen in einer Größe von 3L ungefähr 4 - 5 Jahre ohne Qualitätsverlust. Darüber hinaus kommt es – wie bei allen am Markt erhältlichen Sekt Sorten und Champagnern - zu einem Alterungs-Reifeprozess. (Dies kann eine geschmackliche Beeinflussung, Trübung/Verfärbung, sowie zum Verlust der Kohlensäure des Sektes führen). Die entstehende Altersfirne ist ein natürlicher Alterungsprozess und NICHT gesundheitsschädigend. Daher hat Sekt wie auch Wein kein Ablaufdatum.

Generell gilt bei Sekt, dass die Lagerung beim Hersteller auf der Hefe erfolgt und ein Sekt nach Auslieferung mit Lagerung nicht besser wird.

Entscheidend für die zeitliche Dauer der Qualität eines prickelnden Produktes beim Endkonsumenten ist der Zeitpunkt des Degorgierens. Achtung! Die Jahrgangsangabe auf Sekt- und Champagnerflaschen bezeichnen den Erntejahrgang, nicht allerdings den Zeitpunkt des Degorgierens.

Wie wird Sekt am besten gelagert?

Für die richtige Lagerung von Sektflaschen gilt: stehend, trocken, kühl und lichtgeschützt. Falls der Sekt nicht lichtgeschützt ist, besteht die Gefahr binnen Wochen bei Lichteinfluss einen sogenannten unangenehmen „Lichtgeschmack“ zu bekommen.
Im Unterschied zu Wein soll Sekt stehend gelagert werden. Da der Naturkorken für den Sekt aus einem Presskorken sowie zwei Naturkorkscheiben besteht, hat dieser eine andere Beschaffenheit als der Weinkork. Der Sektkorken benötigt keine Feuchtigkeit/Befeuchtung (durch liegende Lagerung), da der gepresste Kork ohnedies luftdicht abschließt.

Die optimale Kühlung

Als Trinktemperatur werden 5-7°C bei weißem Sekt und 6-8°C bei Rosé Sekt empfohlen. Erst bei richtiger Trinktemperatur kommt der Geschmack des Sektes voll zur Geltung.
Wenn der Sekt zu kalt getrunken wird, ist er oft „verschlossen“. Ist der Sekt hingegen zu warm, erscheint er „schwerer“, und daher weniger lebhaft bzw. erfrischend.
Für einen optimalen Trinkgenuss wird die Flasche mindestens 12 Stunden lang im Kühlschrank gekühlt. Die so vorgekühlte Flasche vor dem geplanten Genuss idealerweise eine halbe Stunde lang in einen mit Eiswürfel und Wasser gefüllten Sektkühler stellen. Achtung! Kühlen in der Tiefkühltruhe ist zu vermeiden („Schock-Kühlung“).

Gibt es bei Schlumberger histaminfreien/-armen Sekt?

Es gibt kein Sektprodukt, das histaminfrei ist, da in jedem Sekt Spuren von Histamin zu finden sind. Wissenschaftliche Studien und die entsprechende Literatur bestätigen aber, dass im Bereich „Sekt und Champagner“ Produkte der Marke Schlumberger für Menschen mit  Histaminintoleranz tendenziell gut vertragen werden. Es ist uns gelungen die international angewandte „Méthode Traditionnelle“ nach intensiver Forschung zu perfektionieren und in den „sensiblen“ Bereichen wesentlich zu verfeinern. Folgende Kriterien sind dabei ein wesentlicher Schlüssel:

  • Die ausschließliche Verwendung ausgesuchter Trauben und exzellente Grundweine für die Sektproduktion
  • Die Verwendung einer speziell entwickelten Reinzuchthefe
  • Laufende strenge Qualitätskontrollen und höchste Hygienestandards im gesamten Produktionsprozess

Manche Schlumberger Flaschen tragen eine Jahrgangsbezeichnung, zB. Sparkling 2012. Was bedeutet diese?

Die Jahreszahl auf Schlumberger Flaschen steht für den Jahrgang der Grundweine.
Sie bedeutet, dass die Trauben in diesem Jahrgang geerntet wurden und ist ein klares Qualitätsmerkmal.
Nach der Ernte reift die Cuvée – je nach Produktsorte – noch 2 bis 3 Jahre auf der Hefe um den vollen Geschmack zu entfalten.
Die Jahreszahl ist somit nicht mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zu verwechseln.

Wissenswertes zur Sektherstellung von Schlumberger

Warum wird Schlumberger nicht mehr als Champagner bezeichnet? Hat sich bei der Herstellungsmethode etwas geändert?

Schlumberger hat die gleiche Herstellungsmethode wie Champagner und hat bis 1919 auch "Champagner" geheißen. Seit dem Friedensvertrag von St. Germain ist dies nicht mehr erlaubt. Nur mehr Schaumweine, für die die Trauben aus der Champagne in der Champagne verarbeitet wurden, düfen als "Champagner" bezeichnet werden. Die Herstellungsmethode hat sich bei Schlumberger nicht geändert. Die Bezeichnung „Méthode Traditionnelle“ ist die offizielle Bezeichnung für Sekt Produkte, die nach der Champagner-Methode (Méthode Champenoise) hergestellt wurden, aber nicht aus der Champagne stammen.

Was bedeutet die die Bezeichnung „Österreichischer Sekt“ auf den Etiketten von Schlumberger?

Die Bezeichnung „Österreichischer Sekt“ bedeutet, dass Schlumberger ein rein österreichisches Produkt ist:

  • Sowohl die Trauben, als auch der Wein, stammen aus Österreich, durch die Zusammenarbeit mit heimischen Partnerwinzern.
  • Die Verarbeitung findet in Österreich statt in den Produktionsstandorten Bad Vöslau und Wien.
  • Die diversen Bestandteile des Produkts kommen auch aus Österreich: Glas, Karton, Etiketten etc.  - einzige Ausnahme sind die Naturkorken, diese stammen aus Spanien und Portugal, da es keine Korkeichen in Österreich gibt
  • Die Logistikpartner stammen auch aus Österreich

Wie lange dauert die Herstellung nach der Méthode Traditionnelle?

Rechnet man die Arbeit unserer Partnerwinzer im Weingarten mit, dann beträgt die Gesamtzeit der Herstellung eines Schlumberger Produktes nach der Méthode Traditionnelle je nach Produkt ca. 3-4 Jahre.

Woran erkennt man das Alter des Sekts bzw. wann die Flasche degorgiert wurde?

Bei den Flaschen aus dem Hause Schlumberger findet sich eine Losnummer am Rückenetikett. z.B. L134427. 13 steht für das Jahr, 44 für die Kalenderwoche und 27 für den Tag im Monat.

In welcher Gebindegröße wird Schlumberger produziert?

Schlumberger Flaschen sind erhältlich in den Größen:

  • 0,2 Liter: Baby/Piccolo
  • 0,75 Liter: Imperial
  • 1,5 Liter: Magnum
  • 3 Liter: Jeroboam
  • 6 Liter: Methusalem

Die Flaschen 0,75L und 1,5L Magnum werden gerüttelt. Die restlichen Flaschen werden nach dem Degorgieren aus der 0,75L-Flasche umgefüllt.

Welche Hefe wird für die Herstellung der Schlumberger Produkte verwendet?

Für jede Schlumberger Sorte wird der gleiche Hefestamm verwendet. Schlumberger verwendet eine eigene Reinzuchthefe - ursprünglich aus der Champagne. Diese wird mittlerweile in Österreich gezüchtet, vermehrt und zum Teil auch in die Champagne geliefert.